Ich wünsche dir Zeit,
um dich selbst zu besuchen.
Um dich einzuladen
auf eine Tasse Kaffee oder Tee,
dich zu fragen: Wie geht es dir?
Und dir dann freundlich zuzuhören.
Ich wünsche dir, dass du spürst:
Einer sitzt mit dir am Tisch.
Du und das, was dich bewegt, sind gut aufgehoben bei ihm.
Text: Tina Willms,
Bild: Stock Snap auf Pixabay
Zur menschlichen Laterne werden, Leben, Licht und Liebe teilen
Am Martinstag ziehen zahlreiche Kinder mit ihren Laternen durch die dunklen Straßen unserer Dörfer. Mit dem Blick auf Martin und sein heiligmäßiges Leben machen sie die Welt ein bisschen heller. Sie zeigen: Im Dunkel der Gesellschaft gibt es Menschen, die Licht bringen, die Wärme spenden, die auf das Leben hinweisen. Lichtbringer in dieser Welt: Das sind nicht jene Menschen, die auf Grenzen pochen und Ausgrenzung befördern, wie wir es derzeit häufig erleben. Das sind auch nicht die Menschen, die Solidarität verweigern und von sich selbst behaupten, etwas Besseres zu sein. Leben, Licht und Wärme kommt in das menschliche Miteinander, wenn man miteinander teilt, wenn Grenzen zerbrechen und Ausschließungen überwunden werden. So, wie es Martin getan hat, an den sich viele Menschen Jahr um Jahr gerne erinnern.
"Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir; dort oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir", heißt es in einem Kinderlied zum Martinstag. Wenn Menschen so handeln, wie es Martin getan hat, dann werden sie zu Lichtern für die Welt. Dann braucht es keine Laternen mehr, weil die Menschen selbst so hell wie Sterne in der Gesellschaft leuchten. Wo Leben, Licht und Liebe miteinander geteilt werden, kann die neue Welt des Reiches Gottes, wie es Jesus verkündet und gelebt hat, schon hier und heute anbrechen. So lasst uns in die Gesellschaft hineinleuchten und damit manch Dunkles erhellen… wie lebendige Laternen.
Margot Görlinger-Jochem, Gemeindereferentin
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