Webseiten-Werkzeuge


Willkommen bei den Pfarreien Heilige Veronika Ensheim und Heiliger Jakobus der Ältere Mandelbachtal

Im September

Ich wünsche dir,
dass du es genug
sein lassen kannst.

Du bist wichtig,
aber es hängt nicht alles an dir.

Mit dem Tagwerk darfst du
die Liste in deinem Kopf
beiseite legen, darfst loslassen,
entspannen und Kräfte sammeln
für einen neuen Tag deines Lebens.

Text: Tina Willms,
Bild: Toàn Lê auf Pixabay


Grußwort

Grenzenlose Vergebung

Im Evangelium vom Sonntag geht es darum, wie wir mit Schuld umgehen. Es geht dabei um die Schuld, die wir selbst auf uns geladen haben und um die Schuld, die andere uns gegenüber auf sich laden. Mit Schuld umzugehen ist immer eine Herausforderung an unsere Persönlichkeit. Sie stellt uns vor ganz persönliche Fragen: Können wir zu unseren eigenen Fehlern stehen und sie eingestehen? Können wir auch mal fünfe gerade sein lassen, wenn uns jemand Unrecht getan hat? Können wir verzeihen oder halten wir an den Fehlern anderer fest und sagen: „Das verzeihe ich dir nie!“? „Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken“, schreibt Mahatma Gandhi – und er hat recht: Verzeihen braucht manchmal ganz schön viel Kraft und Energie. Verzeihen bedeutet nicht, das erlittene Unrecht kleinzureden oder gar gutzuheißen; Verzeihen heißt, auf Hass oder Rache gegen den Verursacher des Unrechts zu verzichten. Wer verzeiht, beendet seinen Zorn auf den, der ihm Unrecht getan hat. Es geht nicht mehr darum, erlittenes Unrecht heimzuzahlen. Besonders schwierig finde ich persönlich das Verzeihen, wenn der Andere den Fehler gar nicht eingesehen und auch nie um Entschuldigung gebeten hat. Petrus treibt diese Frage bezüglich des Verzeihens auch um. Welches Unrecht ihm da angetan wurde, darüber steht in dem Evangelium nichts. Jesus reagiert auf die Frage von Petrus mit einem Vergleich: Zuerst wird dort von einem Menschen erzählt, dem vergeben wird. Im Fortgang der Geschichte agiert aber gerade der, dem vergeben wurde, sehr unbarmherzig gegenüber einem anderen, der bei ihm in der Schuld steht. In mir regt sich da die Frage: „Warum kann der jetzt nicht genauso barmherzig sein und Schuld vergeben, wie er es zuvor erfahren hat? “Wie dem auch sei, Jesus sagt: So geht es nicht! Diese Art mit Schuld umzugehen entspricht nicht meinem Weg. Wer mir nachfolgen will, der muss vergeben. Wer selbst Vergebung erfahren möchte, der muss auch vergeben können. Und das nicht nur sieben Mal, sondern 7 x 70mal! Jesus setzt hier keine feste Obergrenze von 490 fest. Ihm geht es um eine viel tiefere Wahrheit, denn die Aussage „7 x 70mal“ ist eine symbolische Festlegung diese bedeutet grenzenlose Vergebung! Das ist mal eine Ansage! Jesus hat nicht gesagt, dass es leicht ist. Er hat selbst erlebt, wie schwer es ist. Aber er fordert uns heute heraus, uns nicht mit einem „ich kann dir das niemals vergeben“, zufrieden zu geben. Solche Einstellungen quälen uns ein Leben lang und verhindern geglücktes Leben. Es geht nicht darum die Vergehen der anderen zu zählen, sondern darum ohne Maß zu lieben, so wie Gott uns liebt. Das soll uns allen eine ermutigende Zusage auf dem Weg zur Vergebung sein.

Margot Görlinger-Jochem, Gemeindereferentin



Aktuelle Infos und Termine

Unsere aktuellen Informationen und Termine finden Sie unsere Gottesdienstordnung, die Sie hier herunterladen können:



Stellenangebote